Vergabenummer 2026 – Eindeutige Kennzeichnung von Vergabeverfahren
Vergabenummer: Eindeutige Kennzeichnung öffentlicher Vergabeverfahren. Funktion, Aufbau, Bedeutung für Bieter und Vergabestellen im Überblick.
Definition: Die Vergabenummer (auch: Verfahrensnummer oder Aktenzeichen der Vergabestelle) ist eine eindeutige alphanumerische Kennung, die ein öffentlicher Auftraggeber einem Vergabeverfahren zuweist und die die eindeutige Identifikation und Zuordnung aller Verfahrensunterlagen und Kommunikation ermöglicht.
Zuletzt aktualisiert: Jänner 2026 · Rechtsstand: § 10 VgV (Bekanntmachungspflichten), Durchführungsverordnung (EU) 2019/1780 (eForms)
Was ist eine Vergabenummer?
Die Vergabenummer ist ein internes und externes Ordnungsmerkmal, das ein Vergabeverfahren von Beginn an eindeutig identifizierbar macht. Sie wird vom Auftraggeber (der Vergabestelle) zu Beginn des Verfahrens vergeben und in allen Verfahrensunterlagen, der Vergabebekanntmachung, der Kommunikation mit Bietern und im Vergabevermerk konsistent verwendet. Die Vergabenummer ermöglicht:
- Die interne Verwaltung und Aktenführung (Zuordnung zu Haushaltsstelle, Kostenstelle, Projekt)
- Die eindeutige Identifikation des Verfahrens gegenüber Bietern und in der Bekanntmachung
- Die Nachverfolgung des Verfahrensstatus in elektronischen Vergabesystemen
- Die Zuordnung von Nachprüfungsanträgen zur richtigen Vergabeakte
Aufbau der Vergabenummer
Es gibt kein bundesweit einheitliches Format für Vergabenummern; jede Vergabestelle legt das Format intern fest. Typische Bestandteile einer Vergabenummer sind:
- Kürzel der Vergabestelle oder des Amtes
- Haushaltsjahr oder Jahreszahl
- Laufende Nummer des Verfahrens
- Ggf. Kürzel für Auftragsart (L = Lieferung, D = Dienstleistung, B = Bau)
Beispiel: VST-2026-042-L (Vergabestelle, Jahr, laufende Nummer, Auftragsart Lieferung)
EU-Bekanntmachungsnummer
Zusätzlich zur internen Vergabenummer wird bei EU-weiten Ausschreibungen vom Amt für Veröffentlichungen der EU (TED) eine eigene Bekanntmachungsnummer vergeben. Diese Nummer – üblicherweise im Format 2026/S 123-456789 – identifiziert das Verfahren im Supplement des Amtsblatts der Europäischen Union und ermöglicht die europaweite Recherche. Sie ist von der internen Vergabenummer des Auftraggebers zu unterscheiden.
Bedeutung für Bieter
Für Bieter ist die Vergabenummer ein wichtiges Referenzmerkmal. Bei der Einreichung von Angeboten, Teilnahmeanträgen oder Bieterfragen müssen Bieter die Vergabenummer stets angeben, um eine eindeutige Zuordnung ihrer Unterlagen sicherzustellen. Fehlt die Vergabenummer in der Korrespondenz mit der Vergabestelle, kann dies zu Verwechslungen oder Verfahrensverzögerungen führen.
FAQ
Muss die Vergabenummer in der Bekanntmachung angegeben werden? Ja, die Vergabenummer (als Aktenzeichen der Vergabestelle) ist ein Pflichtfeld in den standardisierten EU-Bekanntmachungsformularen (eForms) und wird auch in nationalen Bekanntmachungsvorlagen regelmäßig abgefragt.
Was ist der Unterschied zwischen Vergabenummer und Bekanntmachungsnummer? Die Vergabenummer ist die interne Kennung des Auftraggebers; die Bekanntmachungsnummer (z. B. TED-Nummer) ist die externe Kennung, die von der Veröffentlichungsplattform vergeben wird.
Zuletzt aktualisiert: Jänner 2026 Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtlich verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an eine auf Vergaberecht spezialisierte Kanzlei.
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