Renovation and conversion of the flamingo habitat at Zoo Landau - Services: Building, interior spaces, and outdoor areas planning
Stadtverwaltung Landau
Die Auswahl der Teilnehmer, die zur Abgabe von Angeboten aufgefordert werden, erfolgt nach formaler Prüfung der Vollständigkeit der vorzulegenden Nachweise und Wertung der nachfolgend beschriebenen objektiven Kriterien. Sofern mehr als 5 wertungsfähige Teilnahmeanträge von geeigneten Bewerbern/Bewerbergemeinschaften vorliegen, wird der Auftraggeber eine differenzierende Eignungsprüfung gemäß der beigefügten Wertungsmatrix vornehmen und die 5 Bewerber/Bewerbergemeinschaften zur Angebotsabgabe auffordern, die die höchste Punktzahl erreicht haben. Im Falle von Punktgleichheit entscheidet das Los. Die aufgeforderten Bieter geben auf der Grundlage der Vergabeunterlagen ein verbindliches Erstangebot ab. Nach Auswertung der Erstangebote erhalten die Bieter die Möglichkeit, während eines Verhandlungsgesprächs ihr Angebot zu präsentieren und über die Vergabeunterlagen zu verhandeln. Anschließend werden alle Bieter aufgefordert, ein überarbeitetes, finales Angebot zu unterbreiten. Alle Angebote werden vergleichend bewertet. Auf das wirtschaftlichste Angebot wird der Zuschlag erteilt.
Leistungsbeschreibung und Projektziele: Der zentral im Zoo gelegene Flamingoteich stammt noch aus der Gründerzeit des Zoos. Derzeit umfasst die im Zoo gehaltene Gruppe an Chile-Flamingos 33 Vögel. Die Flamingoanlage zählt zu den Anziehungspunkten des Zoos. In Anbetracht der fortgeschrittenen Nutzungsdauer, neuer fachlicher Erkenntnisse, tierschutz- und tierseuchenrechtliche Anforderungen besteht Sanierungbedarf.
Die bereits erarbeitete Entwurfsplanung sieht ein ca. 870 qm großes, teils für Besucher begehbares Volieren-Gehege mit Lagune und Brutbereich vor. Ein neu erforderliches, mind. 75 qm großes. einsehbares Stallgebäude soll eine tiergerechte Unterbringung in extremen Frostphasen und im Bedarfsfall die Möglichkeit der tierseuchenrechtlichen Aufstallung der Vögel ermöglichen.
Die vorgesehene gesamthafte Übernetzung der Anlage verhindert das Eindringen von Fressfeinden der Flamingos oder deren Gelege (u.a. Fuchs, Marder, Greifvögel) und den direkten Kontakt zu Wildvögeln (u.a. Wildenten und -gänsen, Staren, Krähen). Sie dient damit entscheidend dem Schutz vor Eintrag von Krankheiten wie z.B. der zunehmend auch in Deutschland auftretenden Vogelgrippe. Diese Erkrankung stellt eine sehr große Gefahr für den wertvollen Vogelbestand zoologischer Einrichtungen dar.
Ferner müssen tierschutzrechtliche Anforderungen beachtet werden. Auf eine Einschränkung des Flugvermögens durch Maßnahmen am Tier (u.a. durch jährliches Schneiden von Schwungfedern) ist zu verzichten.
In der Gehegeanlage werden ebenfalls Wasserzierschildkröten, Fund- oder Abgabetiere sowie Tiere aus behördlichen Beschlagnahmungen untergebracht und sollen weiterhin in der neuen Anlage gehalten werden. Sie werden durch die neue Gehegegestaltung sicher an einem Entweichen gehindert, wie es insbesondere die Verordnung der Europäischen Union Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten fordert.
Neu vertreten sein werden Wildmeerschweinchen in einem in der Großvoliere integrierten eigenen Gehegebereich mit dazugehörigem kleinem Stallgebäude. Damit einhergehend sollen die didaktischen Möglichkeiten der Zooschule erweitert werden, um durch die direkte Gegenüberstellung von Wild- und Hausmeerschweinchen u. a. das Thema "Domestikation" anschaulich zu vermitteln.
Zoobesuchern erschließt sich die neue Anlage im Zuge des Zoorundgangs zum einen durch eine überdachte Beobachtungswarte in Höhe des Eingangs zum Affen- und Warmhaus. Des Weiteren führt ein ebenfalls barrierefrei gestalteter Bohlensteg die Besucherinnen und Besucher nochmals innerhalb der Großvoliere über den rückwärtigen Teil der Lagune und bietet eine weitere attraktive Perspektive.
Der Umbau der Gesamtanlages soll zu einer Reduzierung von Folgekosten durch geringeren, regelmäßigen Sanierungs- und Unterhaltungsaufwand führen. Eine Reduzierung des zukünftigen Unterhaltungsaufwands erfordert eine Vereinfachung der Gehegereinigung und Hygiene, eine Wasserersparnis sowie eine energieeffiziente und klimafreundliche Temperierung des Stallgebäudes.
Bauliche Maßnahmen: Das Gehege hat eine Gesamtfläche von ca. 870m², davon werden ca. 265 m2 von einer Wasserfläche eingenommen. Die komplette Tieranlage wird durch ein zeltdachförmiges Netz bis zu 7,00 Meter Höhe überspannt. Die Tragkonstruktion besteht aus Rundrohrstützen aus Stahlrohren im Zentrum und aus Rundholzstützen im Randbereich. Die filigrane Netzkonstruktion aus Edelstahl ist anthrazitfarben beschichtet und ist somit für den Betrachter kaum zu erkennen. Der so geschützte Lebensraum macht es den Eindringlingen, wie beispielweise dem Fuchs, praktisch unmöglich den Tieren gefährlich zu werden. Die Großvoliere ist für die Zoobesucher begehbar. Durch einen barrierefreien Zugang besteht die Möglichkeit auf einer teilweise überdachten Plattform zu verweilen und die Flamingos auch bei der Bruttätigkeit zu beobachten. Über einen ebenfalls barrierefreien Holzsteg können die Besucher teilweise über die Lagune laufen und außer den Flamingos auch die zahlreichen, im Wasser lebenden Schmuckschildröten sehen. Der Weg endet am Stallgebäude und einem naturnah eingerichteten Gehege für Wildmeerscheinchen. Dieser Erlebnispfad verlängert die Verweildauer der Besucher und bietet immer wieder neue Eindrücke und Beobachtungsmöglichkeiten. Das Herz der Anlage ist nach wie vor die Lagune, die mit Sumpfpflanzen eingeschlossen ist und ca. 50 Flamingos Platz bietet. Für die kalte Jahreszeit steht den Tieren ein Schutzhaus zur Verfügung aber auch zur Aufstallung bei tierseuchenrechtlicher Notwendigkeit. Durch große Glasflächen können die Vögel von den Besuchern auch innerhalb des Gebäudes betrachtet und beobachtet werden. Baukonstruktion Flamingostall: - Bodenplatte: Stahlbeton mit eingeformtem Wasserteil aus wasserundurchlässigem Beton - Außenwände: Dämmbeton, sowohl tragend als auch wärmedämmend - Dachkonstruktion: Flachdach mit extensiver Dachbegrünung - Fenster: Rahmenlose Festverglasung in der Außenwandkonstruktion - Heizung: Wärmepumpe 3,5 KW Heizleistung
Unterstand Besucher: - Außenwände: Kreuzlagenholz, massiv - Dachkonstruktion Flachdach mit extensiver Dachbegrünung - Zugang: Automatikschiebetüren barrierefrei - Bodenkonstruktion: Betonpflaster bzw. Holzdielen mit Unterkonstruktion Lagune: Teichfolie mit Panzerung aus Teichmörtel Netzkonstruktion: Edelstahlnetz engmaschig, anthrazitfarben beschichtet Tragkonstruktion aus Stahlrohren bzw. Hartholzrundstämmen Seile und Befestigungen aus Edelstahl
Meerschweinchenstall: Sockel und Bodenplatte aus Stahlbeton Außenwände aus Kreuzlagenholz, massiv Flachdachkonstruktion mit Wellblecheindeckung
Flächen: - Gehege ca. 870 qm - Brutbereich ca. 67 qm - Lagune Flamingo ca. 265 qm - Stall Flamingo ca. 76 qm - Außenbereich Flamingo (inkl. Lagune) ca. 593 qm - Schildkröten ca. 67 qm - Meerschweinchen (innen + außen) ca. 17 qm - Besucherbereich ca. 47 qm
Baukosten nach derzeitigem Kenntnisstand: KG 200: 44.810,64 EUR (brutto); KG 300: 1.004.044,65 EUR (brutto); KG 400 59.647,56 EUR (brutto); KG 500 178.862,95 EUR (brutto);
Rahmentermine: Der Projektstart soll unmittelbar nach Auftragsvergabe erfolgen. - schnellstmögliche Einreichung des Bauantrages 2026; - Baubeginn muss aufgrund der Förderung 11/2026 erfolgen; - Fertigstellung Ende 2027.
Details
- Submission deadline
- 21. Apr. 2026
- Country
- DE
- Estimated value
- €200,000
- CPV codes
- 71222000
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